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Parlamentarische Initiative für mehr Qualität in der Betreuung
hinzugefügt am 23-06-2016 von Melzer // twitter - facebook - xing - google+ - ticker
Die hessische Landtagsabgeordnete Marjana Schott (DIE LINKE) unterstützt die Sofortforderungen des Bundesverbands der Berufsbetreuer/innen.

Mit einer parlamentarischen Initiative im hessischen Landtag will die Landtagsabgeordnete Marjana Schott (DIE LINKE) die Sofortforderung des Bundesverbands der Berufsbetreuer/innen nach mehr Zeit für Klienten und höheren Stundensätzen unterstützen. „Bessere Rahmenbedingungen für Berufsbetreuer/innen kommen direkt den betroffenen Menschen zugute. So ist beispielsweise die Umsetzung von unterstützter Entscheidungsfindung im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention bei den aktuell gültigen Zeitkontingenten aus meiner Sicht nicht zu leisten“, sagt die Sprecherin ihrer Fraktion für Sozial- und Gesundheitspolitik, Behindertenpolitik und Justizvollzug.

Der Verband fordert mindestens fünf Stunden pro Klient und Monat sowie einen einheitlichen Stundensatz in Höhe von 54 Euro. Aktuell dürfen beruflich tätige Betreuer/innen im Schnitt 3,1 Stunden pro Klient abrechnen bei einem Stundensatz von maximal 44 Euro.

Auch will sich die gelernte Sozialarbeiterin für die Anerkennung des Berufs stark machen und dafür ihre Verbindungen zu den Politiker/innen der LINKEN in Bund und Ländern nutzen. „Seit Jahren reden wir vom Berufsbetreuer. Doch de facto ist dies bis heute kein Beruf. Das muss sich dringend ändern. Diese gesellschaftlich wichtige Arbeit braucht klare Ausbildungswege und überprüfbare Qualitätsstandards“, so Schott weiter.