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Inklusion in der Kita: LVR startet Servicetelefon
hinzugefügt am 03-07-2014 von Warras // twitter - facebook - xing - google+ - ticker
Neues Förderverfahren für Kinder mit Behinderung in Kindertageseinrichtungen / Infotelefon für Eltern, Einrichtungen und Träger / Monitoring-Arbeitsgruppe und Interfraktioneller Arbeitskreis begleiten Umstellung des Fördersystems

Köln. 3. Juli 2014. Jedes Kind soll jede Kita besuchen können - dieses Ziel verfolgt der Landschaftsverband Rheinland (LVR) mit der Einführung eines neuen Förderverfahrens für Kinder mit Behinderung in Kindertageseinrichtungen. Nach einem Beschluss des Landschaftsausschusses Rheinland vom Dezember 2013 wird der rheinische Kommunalverband künftig für jedes Kind mit Beeinträchtigung eine jährliche Pauschale in Höhe von 5000 Euro bereitstellen. Die neue Förderung soll in zwei Schritten bis zum Kindergartenjahr 2015/2016 das bisherige Fördersystem ablösen.

Mit der Umstellung sind für Eltern, Kitas, therapeutische Fachkräfte und Träger von Kindertageseinrichtungen viele Änderungen verbunden. Neben der bereits bestehenden Informationsseite http://www.kindpauschale.lvr.de hat der LVR nun auch ein Servicetelefon eingerichtet, um die wichtigsten Fragen rund um das neue Fördersystem zu beantworten. Unter den beiden Telefonnummern 0221 809 4747 (insbesondere pädagogische Fragestellungen) und 0221 809 4141 (insbesondere Fragen zum Thema Therapie) bietet das LVR-Team Unterstützung bei der Umstellung auf das Kindpauschalen-System und allen Fragen, die damit zusammenhängen (Servicezeiten: montags und mittwochs von 14 bis 16 Uhr, dienstags und donnerstags von 9 bis 12 Uhr sowie freitags von 9 bis 11 Uhr).

"Mit der Einführung des neuen Fördersystems haben wir den Grundstein gelegt, um Kindern mit Behinderung oder einer drohenden Behinderung einen wohnortnahen Kitabesuch zu ermöglichen und somit mehr Teilhabe für sie zu erreichen", ist Prof. Dr. Jürgen Rolle, Vorsitzender des fachlich zuständigen Landesjugendhilfeausschusses Rheinland, überzeugt. Nun gehe es darum, ein Unterstützungsangebot für alle Menschen zu schaffen, die in und mit dem neuen System arbeiten. "Unser Ziel ist es, Stolpersteine aus dem Weg zu räumen und eine Hilfestellung anzubieten, die den Start in die neue Förderung erleichtert", so Rolle weiter.

Um den Systemwechsel fachlich und politisch zu begleiten, hat der LVR zudem eine Monitoring-Arbeitsgruppe eingerichtet, die der Landesjugendhilfeausschuss mit einem interfraktionellen Arbeitskreis flankiert. In der Monitoring-Gruppe sind neben dem LVR-Landesjugendamt auch die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in NRW, die kommunalen Spitzenverbände und von diesen benannte Vertreterinnen und Vertreter von örtlichen Jugendämtern vertreten. Im interfraktionellen Arbeitskreis werden alle Fraktionen sowie die ebenfalls im Landesjugendhilfeausschuss vertretenen Wohlfahrts- und Jugendverbände regelmäßig tagen.