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Kristina Schröder: Wir müssen unsere Kinder gegen Cyber-Mobbing schützen
hinzugefügt am 25-03-2011 von Warras // twitter - facebook - xing - google+ - ticker
Mobbing-Seite von der Bundesprüfstelle indiziert / Neue Informationsseite zu Cyber-Mobbing freigeschaltet

Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder, setzt sich mit zahlreichen Angeboten für den Kinder- und Jugendschutz im Netz ein. Neben konkreten Informationen zum Umgang mit Cyber-Mobbing zählen dazu vor allem Angebote zur Aufklärung und Stärkung der Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen.

"Cyber-Mobbing kann in der Seele unserer Kinder und Jugendlichen große Schäden anrichten. Deshalb habe ich mich dafür eingesetzt, dass diese Mobbingseite auf den Index der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien gesetzt wird. Das ist ein klares Signal an Kinder, Jugendliche und Eltern: Seid wachsam bei Euren Aktivitäten im Internet und denkt an die Folgen. Dabei dürfen wir aber nicht stehenbleiben. Elementar ist, dass wir Kindern und Jugendlichen helfen, selbst zu erkennen, wo der Spaß aufhört und die Hetze anfängt - wir müssen ihre Medienkompetenz fördern!", so Bundesfamilienministerin Kristina Schröder. "Die psychischen Folgen von Cyber-Mobbing sind schlimm und wir wissen, dass das bis hin zu Suizidversuchen und brutalster realer Gewalt führen kann. Ich habe deshalb eine neue Informationsseite im Internet einrichten lassen, die Jugendlichen, Eltern und Schulen ganz konkrete Tipps an die Hand gibt, wie Opfer sich wehren, Attacken dokumentieren und Anzeigen bei der Polizei erstatten können", so Schröder.

Das Bundesfamilienministerium stärkt mit zahlreichen Angeboten die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen und unterstützt Eltern dabei, mit ihren Kindern über die neuen technischen Möglichkeiten zu sprechen und Chancen und Risiken gemeinsam zu bewerten.

Die Angebote des Bundesfamilienministeriums im Einzelnen:

http://www.bmfsfj.de/cybermobbing
Die neue Informationsseite im Internet informiert Jugendliche, Eltern und Schulen, gibt Tipps für den Umgang mit Cyber-Mobbing und nennt Beratungsstellen, an die sich Betroffene wenden können.

Dialog Internet
Der Dialog Internet wurde im November 2010 durch Bundesfamilienministerin Kristina Schröder gestartet, um zeitgemäße Ansätze einer Kinder- und Jugendpolitik im digitalen Zeitalter zu entwickeln. Ein wichtiges Thema ist dabei das sichere Chatten und Surfen von Kindern und Jugendlichen. In der dafür eingerichteten Arbeitsgruppe "Chatten&Co" werden zurzeit konkrete Handlungsempfehlungen zum Umgang mit den Risiken im Internetalltag von Kindern und Jugendlichen wie Mobbing und Grooming und zur Förderung ihrer Medienkompetenz erarbeitet. Insgesamt gibt es sechs Arbeitsgruppen von Expertinnen und Experten, die zu unterschiedlichen Themenbereichen seit Jahresbeginn Positionen, Vorschläge und konkrete Handlungsempfehlungen entwickeln. Diese werden nicht nur in Arbeitstreffen, sondern in einem offenen und transparenten Prozess auch online (http://www.dialog-internet.de) diskutiert und von interessierten Nutzerinnen und Nutzern bewertet.

http://www.surfen-ohne-risiko.net
Im Februar hat das Bundesfamilienministerium sein Angebot für einen sicheren Einstieg von Kindern und Jugendlichen ins Internet erweitert. Eltern können dort - gemeinsam mit ihren Kindern - eine eigene Startseite erstellen, mit altersgerechten Nachrichten, Onlinespielen, Surf-Tipps, Kinder-Mail und Kinder-Chat. Darüber hinaus bietet http://www.surfen-ohne-risiko.net Informationen darüber, wie sich Kinder ohne Risiko im Internet bewegen können. Unter der Rubrik "Materialien" finden Eltern eine Linksammlung mit Infoseiten für Eltern rund um das Thema Sicherheit im Netz für Kinder und Jugendliche.

Broschüren
Das Bundesfamilienministerium gibt über Partner folgende Broschüren heraus, die konkrete Tipps zum Umgang mit Risiken im Netz geben:

* "Ein Netz für Kinder - Surfen ohne Risiko? Ein praktischer Leitfaden für Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen", die einerseits über Kindersuchmaschinen und gute Kinderseiten informiert, andererseits ein ausführliches Kapitel darüber, wie man Kinder vor Gefahren schützen kann, enthält.
* "Sicher vernetzt - Kinder und Jugendliche in Internet-Communitys" klärt über Risiken im Internet von Porno bis Mobbing auf, zeigt auf, wie man eine sichere Community erkennt und enthält die wichtigsten Tipps für Eltern sowie Kinder und Jugendliche.
* "Chatten ohne Risiko? - Sicher kommunizieren in Chat, Messenger und Community" klärt über das Phänomen Cyber-Mobbing/Cyber-Bullying auf und informiert Eltern und Pädagogen, was sie wissen sollten (beispielsweise die entsprechenden rechtlichen Regelungen, Meldestellen bei Verstößen und Beratungsstellen).

Diese Broschüren können bestellt werden unter http://www.bmfsfj.de/publikationen.

jugendschutz.net
Das Bundesfamilienministerium fördert das Projekt "Grundlagen und Maßnahmen zur Elternverantwortung" von jugendschutz.net, der länderübergreifenden Stelle für Jugendschutz im Internet. Im Auftrag des Bundesfamilienministeriums erstellt jugendschutz.net unter anderem die oben genannten Broschüren "Ein Netz für Kinder - Surfen ohne Risiko?" und "Sicher vernetzt - Kinder und Jugendliche in Internet-Communitys".

Ein Netz für Kinder
Die Initiative "Ein Netz für Kinder" ist eine Gemeinschaftsinitiative des Bundesfamilienministeriums und des Bundesbeauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM). Die 2007 gestartete Initiative besteht aus zwei Säulen: Die erste Säule ist der von namhaften Unternehmen der Multimediabranche finanzierte Surfraum "fragFINN.de", in dem Kinder gefahrlos surfen und den sinnvollen Einsatz von Suchmaschinen erlernen können. Dies gelingt über die so genannte Whitelist, die Kinder über die Suchfunktion auf der Internetseite http://www.fragFINN.de durchsuchen können. Die zweite Säule ist das Förderprogramm, durch das innovative, qualitativ hochwertige Internetangebote für Kinder finanziell gefördert werden.

Weitere Informationen zum Kinder und Jugendschutz finden Sie unter http://www.bmfsfj.de.