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Netzwerke gegen Kinderarmut
hinzugefügt am 15-11-2010 von Warras // twitter - facebook - xing - google+ - ticker
LVR-Förderprogramm zum Auf- und Ausbau von kommunalen Netzwerken gegen Kinderarmut / Kommunen können bis zu 64.000 Euro zum Netzwerkaufbau erhalten / Unterstützung durch externe Stiftung

Köln. 15. November 2010. Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) hat ein neues Förderprogramm gegen Kinderarmut aufgelegt. Das Projekt hilft rheinischen Kommunen, effiziente Netzwerke aufzubauen, um die Schwächsten in unserer Gesellschaft zu unterstützen. Kommunen können abhängig von ihrer Größe zwischen 32.000 und 64.000 Euro zum Netzwerkaufbau erhalten. Das Gesamtprojekt hat ein Volumen von rund drei Millionen Euro und wird von einer externen Stiftung unterstützt. Konkret besteht das LVR-Förderprogramm aus drei Handlungsbereichen: Einerseits die finanzielle Förderung von Jugendämtern, andererseits Beratungs-, Fortbildungs- und Vernetzungsleistungen der LVR-Koordinierungsstelle "Kinderarmut" und die Begleitung und Dokumentation durch ein wissenschaftliches Institut.

Prof. Dr. Jürgen Rolle, Vorsitzender des LVR-Landesjugendhilfeausschusses, und Reinhard Elzer, LVR-Jugenddezernent: "Wir wollen nachhaltige Strukturen in den Kommunen schaffen. Denn es fehlen nicht nur Geldmittel, sondern Überblick, Vernetzung und optimale Ressourcen-Nutzung. Unser Ziel ist es, dass in den Kommunen strukturierte Bedarfsanalysen, Zielorientierung und Maßnahmenplanung von freien und öffentlichen Trägern abgestimmt und so praxisnahe Präventionsketten auf den Weg gebracht werden. Dabei soll das Lernen durch Beispiele guter Praxis ermöglicht und Konkurrenzsituationen vermieden werden."

Anteilig gefördert werden Personalkosten für die Einsetzung einer kommunalen Netzwerkkoordination, angesiedelt auf der Planungsebene im Jugendamt. Darüber hinaus können Kosten für Moderations- und Beratungsleistungen oder Vortragstätigkeiten bei Arbeitszusammenschlüssen, Fortbildungen oder Fachveranstaltungen unterstützt werden, die Bestandteil der Aktivitäten der kommunalen Netzwerke sind.

Das LVR-Landesjugendamt Rheinland unterstützt die Jugendämter im Rheinland bereits heute mit seiner Koordinationsstelle Kinderarmut. In 2010 werden überdies zehn Kommunen, die Netzwerke zur Vermeidung der Folgen von Kinderarmut auf den Weg bringen, mit Landschaftsverbandsmitteln gefördert. Dazu bietet die Koordinationsstelle Fortbildung, Beratung und Netzwerkunterstützung an. Weitergehende Informationen finden Sie unter http://www.Kinderarmut.lvr.de.

Konzept und Angebote der Koordinationsstelle Kinderarmut basieren auf den Ergebnissen der LVR-Modellprojekte "MoKi - Monheim für Kinder" und "NeFF - Netzwerk frühe Förde-rung" zur Armutsprävention und Netzwerksteuerung. Hier konnte die hohe Bedeutung einer kommunalen, bei den Jugendämtern angesiedelten, Netzwerksteuerung für eine bedarfs- und zielorientierte Angebotsstruktur erfolgreich erprobt werden.

Ihr Ansprechpartner

Christophe Göller

LVR-Kommunikation
0221 809 7754
Christophe.Goeller@lvr.de


Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) arbeitet als Kommunalverband mit rund 15.000 Beschäftigten für die etwa 9,6 Millionen Menschen im Rheinland. Mit seinen 41 Förderschulen, zehn Kliniken, sechs Museen und seinen Heilpädagogischen Hilfen sowie als größter Leistungsträger für Menschen mit Behinderungen in Deutschland erfüllt der LVR Aufgaben in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und der Kultur, die rheinlandweit wahrgenommen werden.

Der LVR lässt sich dabei von seinem Motto "Qualität für Menschen" leiten. Die 13 kreisfreien Städte, 12 Kreise und die StädteRegion Aachen im Rheinland sind die Mitgliedskörperschaften. Sie tragen und finanzieren den LVR, dessen Arbeit von der Landschaftsversammlung Rheinland mit 128 Mitgliedern aus den rheinischen Kommunen gestaltet wird.