Qualität in der Betreuung sichern - Hamburger Bürgerschafts-Abgeordnete Föcking (CDU) unterstützt Reform-Ziele des Bundesverbands der Berufsbetreuer/innen

hinzugefügt am 15-01-2014 von Melzer

Die Qualität der Betreuung in Hamburg muss gesichert und die Bedingungen für die Arbeit der Betreuerinnen und Betreuer verbessert werden. Dafür will sich die Hamburger Bürgerschaftsabgeordnete Dr. Friederike Föcking (CDU) einsetzen. Dies versicherte die Sozialpolitikerin im Rahmen eines Gesprächs mit Beate Christians, Catharina Meier und Bernhard Beyerlein von der BdB-Landesgruppe Hamburg sowie Geschäftsführer Dr. Harald Freter.

„Infolge des demografischen Wandels wird die Zahl der Betreuungen in den kommenden Jahren stark zunehmen. Außerdem wird das Sozialrecht immer komplizierter. Damit steigt auch der Bedarf an qualifizierten Betreuerinnen und Betreuern“, sagt Föcking. „Daher müssen wir jetzt Weichen stellen und nach Möglichkeiten suchen, damit Betroffene auch künftig eine optimale Betreuung erhalten können“, so Föcking weiter.

Der BdB begrüßt das Engagement der Hamburger CDU-Politikerin für mehr Qualität in der Betreuung. Beate Christians: „Änderungen im Sozialsystem, immer komplexere Fälle und veränderte Krankheitsbilder haben dazu geführt, dass wir immer mehr Verantwortung und Aufgaben übernommen haben. Hinzu kommen die Vorgaben der UN-Behindertenrechts-konvention, die wir Betreuerinnen und Betreuer umsetzen. Doch Zeitkontingente und Vergütungspauschalen sind noch immer auf dem Stand von 2005. Damit kommen wir nicht mehr hin. Leidtragende sind letztlich unsere Klienten.“ Dr. Harald Freter ergänzt: „Unser Verband setzt sich für eine Reform des Betreuungsrechts ein. Unser Ziel ist es, unseren Klient/innen höchstmögliche Autonomie und selbstbestimmte Entscheidungsfindung zu ermöglichen.“

Föcking zeigte sich zudem sehr interessiert am vom BdB entwickelten Modell der „Geeigneten Stelle“ und bat hierzu um weitere konkretisierende Informationen.

Friederike Föcking ist Fachsprecherin für Sozialpolitik und hatte im Oktober 2013 eine Große Anfrage in der Bürgerschaft zur „Situation der rechtlichen Betreuerinnen und Betreuer in Hamburg“ gestellt. Danach sieht der Senat in diesem Bereich derzeit keinen Handlungsbedarf.

Gegenwärtig werden in der Hansestadt rund 24.000 Menschen rechtlich betreut, die aufgrund von Krankheit, Behinderung oder einer psychischen Störung so eingeschränkt sind, dass sie ihre Angelegenheiten nicht mehr selbstständig und selbstbestimmt besorgen können.

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