Tag des Ehrenamtes 2011

hinzugefügt am 05-12-2011 von Warras

Ehrenamt ist Korrektiv verfehlter Sozialpolitik

Bonn, 05. Dezember 2012 ? Die Institution des Ehrenamtes ist das Fundamentalprinzip des Miteinander und stärkt unsere Gesellschaft. Miteinander leben und füreinander einstehen ? dies sind Grundprinzipen eines funktionsfähigen Gemeinwesens. Anlässlich des heutigen Tages des Ehrenamtes erklärt die Bundesvorsitzende des BDH Bundesverband Rehabilitation, Ilse Müller:

"Unser aller Dank gehört heute den Millionen Helferinnen und Helfern, insbesondere den ehrenamtlich Tätigen im BDH Bundesverband Rehabilitation, die sich uneigennützig für die Schwächeren unserer Gesellschaft stark machen. Mit ihrer Hilfe stärken sie unser Land, und dies nachhaltig und unbürokratisch. Ehrenamtliches Engagement bedeutet gelebtes Interesse für unsere Gemeinschaft. Nur das uneigennützige Arbeiten für die gute Sache lässt unser Land in der Gegenwart sozialpolitisch stabil und zukunftsfest erscheinen. Man kann mit Fug und Recht sagen, und dies muss nachdrücklich unterstrichen werden, dass die über 23 Millionen Mitbürgerinnen und Mitbürger, die sich in unserem Land an den verschiedensten Stellen persönlich einbringen, das wertvollste Fundament unseres Sozialwesens bilden. Ohne sie wären viele Einrichtungen, Hilfsangebote und Betreuungsdienste längst verschwunden. Das Ehrenamt ist das unverzichtbare Korrektiv verfehlter Sozialpolitik und der Unterfinanzierung notwendiger sozialer Einrichtungen. Die Kürzungen der Eingliederungshilfen auf dem Arbeitsmarkt waren das jüngste Beispiel destruktiver Sozialpolitik. Die Folgen werden auf lange Sicht für hundertausende Betroffene verheerend sein und können vielfach wieder nur durch ehrenamtliche Unterstützung aufgefangen werden."

Zu den Fakten: Mit ihrer außergewöhnlichen Leistung erarbeiten die etwa 23 Millionen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer allein in Deutschland eine jährliche Wertschöpfung von über 80 Milliarden Euro. Von der Jugendorganisation, dem Sportverein, über die Seelsorge bis hin zur Mitarbeit in Betreuungseinrichtungen ? das unentgeltliche Engagement ist aufgrund der Unterfinanzierung sozialer Einrichtungen unverzichtbar für unsere Gesellschaft.



ÜBER DEN BDH BUNDESVERBAND REHABILITATION

Der BDH ist die größte deutsche Fachorganisation auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Weiterhin bietet der BDH rechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale
Betreuung an. Die stationäre neurologische Rehabilitation nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten.

Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken. Dazu kommen das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das Neurologische Therapie- und Beratungszentrum Ortenau in Offenburg.

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